about insults

The art of the good insult is a forgotten cultural asset. Political correctness has made people believe an insult is a crime. By now, you believe you have a birthright to respect. You do not, I do not want to waste time on this. You’re a piece of shit, you smell of clods, your ideas are retarded. Do not kid yourself.
Anyone who forbids insults forbids criticism. It is a narrow ridge, but the course has already been set, you can yell about your „good intentions“ or respect and empathy, does not change a thing about your softness.
If you act like an asshole, then I’ll call you an asshole. If you say something stupid, I’ll call you stupid. Don’t contradict me, it is not your place to judge how I perceive you. Whether you are a wanker or not doesn’t fall into your jurisdiction, but into the jurisdiction of everyone exposed to you.
And make no mistake: as soon as you are present, one is exposed to you.
Not in the privilege of your presence, not enriched by your spirit-richness, for you are poor in spirit. Who you gonna call? Absolutely no-one, because no spirit or ghost must or could be busted.

An insult is always a chance to improve. If your opposite is worth it to you. Otherwise, insult the lobotomist back as hard as you can. This is a bloody sport, sometimes even blood sports, but you are left intact as a human being.

The whole society is „outraged“ when someone dares to tell someone what he is. Have you all lost your balls? Laugh at it! How serious can one take oneself?
If someone insults you for no reason, laugh and erase those people from your life. Not from the world, that is murder, you psychopath, but from your life, your perception. You know, if you are more concerned with the people who want to demean you than with those who are a positive force in your life, then you yourself are to blame, deserving every humiliation, disgorgement, defamation, and whatever else that is addressed at you. Because then you’re an idiot. Motifs and the past do not matter. If you can not cope with your past, it is neither my problem, nor my duty to do that for you.

The world is a cold, murderous place to live in, so finally grow up and accept the fight. You are not given anything, you have no right to anything and if you want something, you have to go and bloody take it.
And no, god damnit, I’ll tell you again, because you’re so stupid: that does not justify a breach of law, a crime, or violence. With the necessary mental hardness you can get what you need within every system.
You can’t always get what you want, but if you try sometimes, you might get what you need.
How long does poor Mick Jagger have to tour so that you can get it into your puny little brains? Well, probably until Keith Richards dies.So, in view of his indestructibility, it will probably be at least until next Thursday.

If I can not deploy heavy verbal machinery, how can I think hard, tear down walls in heads, conduct intellectual war, so that we do not have to conduct real wars. The hardness and intransigence and mercilessness and brutality must be entrusted to the Word, otherwise it will bleed into our physical world.
Language is magic and discussions and disputes are the magic duels. Keywords: Word battle. (From the German „Wortgefecht“.)
But a people is easier to steer and impress by brute force if they are already startling at an insult and calling the police. Ask the cop of your trust how often and hard he is being insulted during any given day. Who should he call if he was such a pussy as you?

One more thing before we part. If you’re too weak for hard words, do not expect to get anything pushed into your lap. Weakness never has been and never will be rewarded. Do not ask for the same rights as someone who has fought and bled for them. Just because you want something does not mean you have a right to it. Every right of this world was won by blood. Earlier, way back when, very literally. Today, however, this blood can be shed verbally. And people say civilization has failed.
You’ve never had it as easy as today. So stop your weird muck, roll up your sleeves, wipe away the tears and finally start to deal out. Respect yourself before you demand respect from others.

And when in doubt: go fuck youself.

(This is a translation of a post I wrote earlier this year, but felt obliged to repost in English because of what is happening with PC in political and educational institutions in America in general and Ontario, Canada specifically. It is still hyperbole and not everything is to be taken literally, of course, as is common place with comedic think pieces, but it is scary how well this text fits the circumstances right now. To me at least.
Even though you are never going to read this: stay strong, Prof. Peterson, I’m with you in spirit.)

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brief an mich in tiefster nacht

Fick dich doch.
Ja, dich meine ich.
Wie du da sitzt, vor deinem Scheißhandy, deinem Scheißmonitor.
In deiner beschissenen Wohlstandswohnung.
Deinem abgefuckten Gefängnis.
Deiner eigen gewählten Abhängigkeit.
Selbst gewählte Unfreiheit.
Einfach machen, was andere dir sagen.
Denk nicht selbst. Am Ende tut’s noch weh.
Muskeln, die man nie benutzt, reißen schnell.
Wenn sie nicht schon jenseits aller Nutzbarkeit verkümmert sind.
Ich kann dich sehen, glaub mir.
Wieviele Tabs hast du gerade offen?
Wieviele verschiedene YouTube-Videos buffern?
Geistlos konsumieren, was andere geistlos produzieren.
Alles eine Kopie einer Kopie einer Kopie.
Kopiert bis zur Unkenntlichkeit.
Jegliche Botschaft und Nachricht lange ausgeweidet und verrottet.
Was bleibt davon? Gräten. Schöne, bunte Gräten.
Und du denkst, es sei Hohe Kunst, tolle Unterhaltung.
Was es ist, ist grell, laut und bar jeglichen Sinns.
Es macht doch jeder das absolut Gleiche.
Warum schaust du dir dieselben Inhalte von verschiedenen Menschen an?
SPORT1 kopiert von SPORT BILD und die kopiert vom Kicker und der kopiert aus der Lokalzeitung.
Mühsam recherchierte Artikel werden sensationalisiert, auf das Reißerischste reduziert und mit Schlagzeilen versehen ausgewürgt.
Dann wird der Prozess wiederholt und am Ende steht „ein Eklat!“
Kontext ist verpöhnt.
Kontext gibt Sinn.
Kontext gibt Perspektive.
Kontext schmälert den Profit.
Und das ist alles, worum es geht.
Du sollst das Geld, das du mit Arbeit verdienst, an der sich die Reichen bereichern, für Bullshit hergeben, an dem sich die Freunde der Reichen bereichern.
So denkst du, du gehörst dazu. Nichts tust du.
Du bist eine Ressource, die konsumiert wird.
Dümmer als das Huhn in der Legebatterie.
Das merkt wenigstens, wie miserabel seine Existenz ist.
Das merkt wenigstens das Leid, das es sein Leben nennen muss.
Big Brother tanzt und singt und spielt und malt für dich.
Bevor du es noch tust. Denn Kreativität bedeutet Denken.
Und Denken bedeutet Reflexion.
Und die führt zu Ablehnung. Ohne Ausnahme.
Wenn du das hier liest, in den Tiefen des Internets, ist es zu spät. Das weißt du.
Wie tief im Sumpf steckst du, um auf diesen Text gestoßen zu sein?
Dein Leben kommt aus der Steckdose und ohne Steckdose kommst du auf Entzug.
Gerätst in Panik.
Wir fürchten immer nur, was wir nicht kennen.
Du fürchtest alles, was nicht von der Masse anerkannt und gemacht wird.
Alles, was nicht von der Masse getan wird.
Das Außenseiterdasein.
Husch ab, schnell zurück ins warme Körbchen.
Dort ist es zwar beschissen, aber wenigstens kennst du dieses beschissen.
Um etwas Neues zu lernen, ist es ja zu spät. Sagt dir ja auch jeder.
Mit 25+ ist es vorbei mit Lernen. Dann kannst du alles, was du je können wirst.
Weil vor lauter Arbeit keine Zeit mehr bleibt, Interessen zu entwickeln und Dinge zu entdecken.
Glaubst du ernsthaft, du wirst deine Rente noch erleben?
Bis dahin ist das Rentenalter bei über 80 Jahren.
Für wen arbeitest du denn? Und wozu?
Du hast eine Arbeit. Aber du hast kein Leben.
Und du lebst nicht. Du existierst.
Es gibt zu viele von dir.
Das ist das einzig wahre Problem und keiner spricht darüber.
Es gibt Milliarden zu viele von dir.
Zündet die Raketen, verstrahlt den verdammten Erdball.
Wir hatten unsere Chance. Soll die nächste Spezies ihr Glück versuchen.
Für uns ist es zu spät.
Deregulierter Kapitalismus hat uns das Genick gebrochen.
Kein Asteroid. Keine Seuche. Kein Krieg.
Wirtschaft.
Vor lauter Geld und Papier und Abstraktion den Kontakt zum menschlichen Dasein verloren, den Planet unter den Füßen vergessen.
Fressen, scheißen, sterben. So simpel ist das.
Doch, ist es.
Nein.
Nein.
Nein.
Fressen.
Scheißen.
Sterben.
Das ist alles.
Aber kauf dir noch eine Couch, lease ein drittes Auto, bau die nächste Mauer, geh wieder ins Kino, buch den zweiten Hotelurlaub dieses Jahr.
Hotelurlaub.
Noch so ein Mechanismus.
Geh in ein fremdes Land.
Zu einer fremden Kultur.
Deren Menschen womöglich vollkommen anders und von unserem Schweinesystem unabhängig leben.
Aber setz keinen Fuß vor die Tür des Hotels in dem alles so ist wie bei dir zu Hause.
Sieh nicht hin!
Du darfst nicht sehen, dass es eben doch auch anders geht.
Dass Ausländer eben doch Menschen sind.
Dass Menschen überall Menschen sein wollen.
Im Ausland gibt es noch Gegenden, wo man das sogar darf.
Hier darfst du das nicht.
Hier wirst du genormt und wenn du dich nicht normen lässt, wirst du im besten Fall ausgestoßen.
Meistens kommst du in den Knast.
Den für den Körper oder den für den Geist.
Gefängnis oder Psychiatrie.
„Resozialisierung.“
Sobald du alt genug bist, selbst zu entscheiden, sind die Mauern in deinem Kopf bereits errichtet.
Dein Gefängnis – das bist du selbst.

black ops: dallas

Setzt die Aluhüte auf, wir spielen Verschwörungstheorie! Spiel ich gern. Als Shitlord labe ich mich an düsteren, brachen Zukunftsvisionen. Dauert auch nicht lang. Und so geht das:

Die zwei Schwarzen, die von der Polizei in den USA erschossen wurden und das anschließende Mini-Massaker an den Polizisten waren orchestriert. Minutiös geplant, die Opfer lange vorher ausgewählt, der Mordeinsatz perfekt ausgeführt. Warum?
Meines Wissens nach war zumindest einer der beiden Schwarzen berechtigt, Schusswaffen verdeckt mit sich zu führen. Concealed Carry Permit. Als er diese Papiere vorzeigen wollte, nachdem er die Polizisten vorbildlich auf seine Waffe und seine Berechtigung hingewiesen hatte, wurde er kaltblütig über den Haufen geschossen. Zurecht empört sich das Land, nicht nur die Schwarzen, sondern auch die Gegner der Waffenlobby. Hatte die NRA doch seit Ewigkeiten das Narrativ gesponnen, Rassismus sei nicht existent und verantwortungsbewusste, gesetzestreue Waffenbesitzer stellten keine Gefahr dar und seien durch ihren geschulten, vorschriftsmäßigen Waffenbesitz vor Waffengewalt gefeit und viel sicherer, als ohne.
Dieses wichtige Argument im populistischen Amerika wurde ziemlich zerschossen und die Wellen brandeten gefährlich hoch dem NRA-Lager entgegen.
Bevor dieser Brandherd aber deren üblichem Spin (dem Verdrehen der Fakten) dargebracht werden konnte, erschossen Armee-Veteranen fünf Polizisten und verletzten weitere Menschen schwer.
Veteranen, ausgebildete Kriegshelden, amerikanische Idole, töten in Eigenregie durch ihre legalen Waffen gesetzeshütende, aufrechte amerikanische Lokalhelden, die Polizisten. Die sich auch durch ihre Dienstwaffen gegen diesen Hinterhalt nicht verteidigen konnten. Ergo: sind die Täter gewillt, ist niemand sicher. Ob mit oder ohne Schusswaffe. Das Märchen der persönlichen Sicherheit ist totgeschossen. Gerade, weil diese Polizisten Waffen trugen, wurden sie Ziel des Anschlags.
Waffen können also nicht schützen und gefährden den Einzelnen. Ob rechtmäßiger, vorschriftsmäßiger Besitz, oder nicht.
Auch entscheidend: dieses Attentat war einzig mit Schusswaffen durchführbar. Weil die Gegenseite eben auch bewaffnet war. Nahkampfwaffen hätten inmitten all dieser mit körperlicher Gewalt rechnender Polizisten kaum Schaden verursachen können. Ausgebildete, gewillte Schützen hingegen konnten dies tun, weil sie aus der Entfernung eine Schießgallerie eröffnen konnten.

Die einzig verbliebenen Argumente der NRA und Waffenlobby sind zerstört. Die öffentliche Meinung wird fortan durch einheitliche Nachrichten uniformiert, eine homogene Masse aufrechter Bürger wird als überwältigende Mehrheit die Entwaffnung des zivilen Sektors fordern und durchführen.
Und dann tritt die USA mit Präsident Trump in einen unpopulären, destruktiven, ausbeuterischen, vielleicht weltweiten War of Conquest ein, vielleicht gar gegen Russland.
Das Volk wird aufbegehren und sich dieser Administration entledigen wollen, es aber nicht können, weil zum einen die große Mehrheit durch die totalitär beherrschten Medien hinter ihrem großen Führer stehen und die Wenigen der oppositionellen Minderheit nicht über die Waffen verfügen, um einen Umsturz zu erzwingen oder sich gegen Übergriffe zur Wehr setzen zu können. Donald Trump hat ja bereits deutlich angekündigt, das Recht auf Freie Meinungsäußerung beschneiden zu wollen.

Das Volk entwaffnet und durch totalitäre, zentralisierte Propaganda homogenisiert, die Opposition kastriert, keine Chance auf körperliche oder intellektuelle Revolte. Bürgerkrieg gewonnen, bevor er beginnt.

Es wäre kein Novum in der Geschichte des Westens. Oder der Welt. Hat alles schon unzählige Male genauso stattgefunden. Nur heutzutage, da sind wir ja zu zivilisiert und gebildet, um so etwas zuzulassen. Da haben wir aber noch mal echt Glück gehabt!

 

(Ich stelle den Rotwein kalt; enge Freunde, die mir zugehört haben, wissen, wozu.)

ragnarök

Die Live-Kommentatoren schrecken laut auf, echtes Entsetzen in ihren Stimmen. Ich kann ihre schockgeweiteten Augen und Münder förmlich vor mir sehen. Wie sie 14000 Kilometer weit entfernt in ihren Designeranzügen, die mehr kosten als meine Miete für ein ganzes Jahr, in ihrem warmen Studio sitzen. Auf mehr als 30 Flachbildschirmen entfaltet sich vor ihnen die Katastrophe, von der sie live berichten. In Ulra-HD, Dolby Digital 5.1 Surround Sound, mit glasklarem Bass. Die Praktikanten, die niemand sehen und hören kann, bringen ihnen gerade ihren Arschkriecherkaffee. Die Teleprompter laufen heiß mit Worten, die sie ungeprüft vorlesen, mit blindem Vertrauen in die arme Sau, die die eigentliche Arbeit für sie erledigt. Die Arbeit, deren Lorbeeren sie sich aufsetzen. Mit dem Leid hunderttausender Menschen am anderen Ende der Welt. Das sie unreflektiert ausschlachten, jede Nuance ausleuchten, jeden privaten Winkel von Leidenden vergewaltigen, sie für Quote missbrauchen und keinen zweiten Gedanken daran verschwenden.

Diese weltfremden Hohlbirnen, die nie etwas erleben.

Die nur vom Leben anderer berichten. Vom Schaffen anderer. Vom Leiden anderer. Leere Hüllen ohne Sinn. In teuren Anzügen.

Mit einer brachialen Explosion sprengt sich das Dach von Reaktor 4 Weiterlesen